Kennzeichnungen zum Verbrauchsvergleich

Generell gilt: Je „grüner“ die Effizienzklasse desto geringer fällt die Stromrechnung aus.

Generell gilt: Je „grüner“ die Effizienzklasse desto geringer fällt die Stromrechnung aus.

Das Label informiert über Produktdaten wie Stromverbrauch, Volumen und Geräuschemission. Es ermöglicht somit den schnellen Vergleich innerhalb einer Produktkategorie.

Weltweit existieren verschiedene Energielabel. Ein in den USA mit dem Energy Star ausgezeichnetes Gerät verbraucht 20-30 Prozent weniger Energie als gesetzlich vorgeschrieben. Der Energy Star wurde weltweit von vielen Ländern adaptiert, dabei variieren gesetzliche Vorgaben und Kriterien jedoch stark. Das in Europa für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union geltende EU-Energielabel hingegen ermöglicht dem Verbraucher eine Differenzierung der Verbrauchswerte mit verbindlichen Kategorien. Die Kennzeichnung wurde Mitte der 90er Jahre eingeführt und wird seitdem regelmäßig aktualisiert.

Um sprachneutral verständlich und damit auch vergleichbar zu sein, werden alle wichtigen Merkmale durch Piktogramme dargestellt.

Das EU-Energielabel besser verstehen

Mit Gründung der Europäischen Union verpflichten sich die Mitgliedstaaten zum gemeinsamen Klimaschutz. Eine der Strategien: Eine staatenübergreifende Kennzeichnungspflicht zum Energieverbrauch von Hausgeräten ermöglicht den direkten Vergleich und schafft Anreize für die Hersteller, immer sparsamere Geräte zu entwickeln.

  • 1998: Mit Einführung des EU-Labels in Deutschland wird die Energieeffizienz zunehmend zum wichtigen Kaufkriterium, denn nun lassen sich Verbrauch und Leistung auf einen Blick vergleichen.
  • 2010: Anfangs nur auf Kühl- und Gefriergeräten sowie Waschmaschinen und Geschirrspülern findet sich das Energielabel nun auch auf anderen Hausgeräten. Aufgrund der enormen Unterschiede innerhalb der bislang besten Energieeffizienzklasse A werden die Klassen A+, A++ und A+++ eingeführt.
  • 2011: Die Europäische Union verpflichtet Händler, ihre Kühl- und Gefriergeräte mit dem neuen Label zu kennzeichnen.
  • 2012: Es dürfen nur noch Kühl- und Gefriergeräte mit A+ oder einer höheren Energieeffizienzklasse produziert werden.
  • Aktuell arbeitet die EU-Kommission an einer neuen Klassifizierung, da der Verbrauch einiger Geräte deutlich unter A+++ liegt und diese aktuell gar nicht mehr erfasst und verglichen werden können.

Das EU-Energielabel zeigt in einer übersichtlichen Farbskala von Rot bis Dunkelgrün die Energieeffizienzklasse an. Daneben informiert es bei Kühl- und Gefriergeräten über den Jahresenergieverbrauch sowie das Nutzvolumen der verschiedenen Lagerfächer und deren niedrigste Temperaturen. Auch über Geräuschemissionen gibt das Zeichen Auskunft.

Je kleiner ein Gerät desto niedriger ist der Verbrauch. Darum kann man Geräte nur innerhalb derselben Kategorie wirklich vergleichen d.h. Volumen, Art und die Ausstattung des Geräts müssen zumindest ähnlich sein. Innerhalb einer Produktkategorie ergeben sich häufig deutliche Unterschiede, was den Stromverbrauch betrifft. Je höher die Energieeffizienzklasse desto größer das Einsparpotenzial.

Nicht nur finanziell bedeutet eine bessere Energieeffizienzklasse eine Entlastung. Der Einsatz energiesparender Geräte schont Energieressourcen und minimiert den CO2-Ausstoß.

In der Vergangenheit haben große Produzenten der Nahrungsmittelindustrie eigene Standards entwickelt und die Geräte danach zertifiziert. Dabei wurden die Themen Leistungsfähigkeit und Energieverbrauch gemeinsam bewertet.

Angesichts steigender Kosten spielt Energieeffizienz bei Lagerung und Produktion für Gewerbetreibende eine zunehmend wichtige Rolle. Derzeit ist ein Energielabel für den gewerblichen Bereich in Arbeit.

Das Energielabel richtig lesen

Damit Sie noch besser vergleichen können, erklären wir ausführlich wofür die Symbole auf dem EU-Energielabel stehen. blog.liebherr.com/hausgeraete

Energie und Umweltschutz in Europa

Das European Committee of Domestic Equipment Manufacturers (CECED) informiert über europäisches Engagement im Bereich Umweltschutz und Energiesparen. ceced.eu